Baden-Württemberg

Arbeitslosigkeit im Südwesten weiter gesunken

Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit
Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © Jan Woitas

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg ist auch im Mai weiter gesunken. Erstmals seit Monaten liegt sie nun wieder unter dem Vorjahresniveau - laut dem Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Christian Rauch, eine gute Entwicklung in die richtige Richtung. «Der beginnende Abbau der Corona-Arbeitslosigkeit am baden-württembergischen Arbeitsmarkt ist klar zu erkennen», sagte er am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen. Ohne Job waren zum Stichtag am 12. Mai genau 255 515 Menschen - ein Minus von 9746 oder 3,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat April. Die Quote sank um 0,2 Punkte auf 4,0 Prozent.

Vergleicht man die Zahlen mit dem Mai 2020, fällt die Zahl der Arbeitslosen um fast 15 000 oder 5,5 Prozent geringer aus. Die Arbeitslosenquote vor einem Jahr lag bei 4,3 Prozent. Damals schlugen die Auswirkungen der ersten harten Corona-Beschränkungen bereits deutlich auf den Arbeitsmarkt durch. Die Zahl der Menschen ohne Job stieg über mehrere Monate hinweg spürbar an. Inzwischen zeigt die Tendenz trotz andauernder Pandemie stabil nach unten.

Im Gegenzug steigt laut Arbeitsagentur die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter. Die Zahl der von Unternehmen gemeldeten freien Stellen sei inzwischen wieder fast so hoch wie vor Ausbruch der Corona-Krise im März 2020.

Für mittlerweile mehr als 2,6 Millionen Menschen im Südwesten haben Unternehmen laut Statistik seither Kurzarbeit angezeigt. Das heißt allerdings nicht, dass auch so viele tatsächlich in Kurzarbeit waren. Dafür müssen die exakten Abrechnungen abgewartet werden. Hochrechnungen zufolge ging die Zahl der tatsächlich Kurzarbeitenden über den Winter wieder in die Höhe und lag im Februar bei gut 472 000. Das wäre dann zwar schon fast wieder jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gewesen. Von der Hochphase der Kurzarbeit im Frühjahr 2020 mit fast einer Million Beschäftigten ist das aber trotzdem noch weit entfernt.

© dpa-infocom, dpa:210601-99-816929/2