Stuttgart

Auch Gefängnisse müssen wegen der Gaskrise Energie sparen

Gefängnis
Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt © Bernd Weißbrod

Stuttgart (dpa/lsw) - Angesichts steigender Preise und gedrosselter Lieferungen müssen sich auch die baden-württembergischen Gefängnisse auf eine mögliche Gaskrise vorbereiten und Energie sparen. Es gelte, wo immer möglich alternative Energieformen zu nutzen und den Verbrauch bereits vor Beginn der Heizperiode zu drosseln, heißt es unter anderem in einem Erlass des Justizministeriums. «Zum Gas- und Stromsparen ist aufgrund ihrer Vorbildfunktion auch die öffentliche Verwaltung aufgefordert», teilte zudem ein Sprecher des Hauses am Donnerstag mit. Der Südwestrundfunk (SWR) hatte zuerst über den Erlass berichtet.

Demnach wurden die Justizvollzugsanstalten (JVA) vor allem dazu aufgerufen, die Einstellungen ihrer Heizungen, Klimaanlagen und Beleuchtungen zu prüfen. Geräte oder Lampen mit einer schlechten Energiebilanz sollten ausgetauscht werden. Außerdem sollten die JVA die Warmwasserversorgung und das Lüftungs- und Heizverhalten im Auge behalten, wenig genutzte Maschinen und Geräten sollten abgeschaltet werden. Gefängnis-Küchen, in denen mit Gas gekocht wird, könnten auf andere Energieträger wie elektrische Dampferzeuger umstellen, hieß es weiter.