Baden-Württemberg

Aufstieg wohl erledigt: KSC dennoch motiviert für Endspurt

Christian Eichner
Karlsruhes Trainer Christian Eichner. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild © David Inderlied

Karlsruhe (dpa/lsw) - Mit dem Aufstieg des Karlsruher SC dürfte es nichts mehr werden. Die anvisierten 50 Punkte wollen die Badener im Saison-Endspurt der 2. Fußball-Bundesliga aber noch erreichen. «Wir werden jetzt den einen oder anderen Moment nutzen, um auch mal durchzuschnaufen, und dann versuchen, in vielen Spielen noch mal in die vollen Punkte zu kommen und ein gutes Saisonende hinzubekommen», sagte Trainer Christian Eichner vor der nun anstehenden zweiwöchigen Länderspiel-Pause.

Durch das 2:2 beim SC Paderborn am Freitagabend hat sich der KSC wohl weitgehend aus dem Aufstiegskampf verabschiedet. Nachdem Philipp Hofmann erst getroffen (2. Minute) und dann einen Elfmeter verschossen hatte (88.), rettete Babacar Gueye in der Nachspielzeit immerhin noch einen Zähler. Der dürfte zwar zu wenig sein, um die kleine Hoffnung auf einen Platz unter den Top Drei weiter am Leben zu halten. Aus der Fassung brachte die Badener das Remis allerdings nicht.

«Ein Aufstieg hat in dieser Saison nie eine Rolle gespielt», betonte Kapitän Jerôme Gondorf. «Wir wissen, dass wir uns unsere Punkte durch harte Arbeit und viele Körner, die wir auf den Platz bringen müssen, erarbeiten müssen», sagte der Mittelfeldspieler und verdeutlichte noch mal: «Um den Aufstieg können sich die anderen streiten.»

Die anderen sind vor allem der Hamburger SV, der VfL Bochum, die SpVgg Greuther Fürth und Holstein Kiel. Außer den Bochumern bekommt es der KSC in den verbleibenden acht Partien noch mit allen dieser Top-Teams zu tun. Dazu noch mit Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Heidenheim. Es ist ein hartes Restprogramm.

Womöglich kehren die Karlsruher mit Siegen in dem einen oder anderen dieser direkten Duelle ja doch noch mal ins Aufstiegsrennen zurück. So oder so könnten sie «das Zünglein an der Waage» werden, wie Sportchef Oliver Kreuzer den «Badischen Neuesten Nachrichten» sagte. Zu verlieren hat der KSC nichts mehr, die Abstiegsplätze sind weit entfernt. Was es noch zu gewinnen gibt, wird sich zeigen.

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