Baden-Württemberg

Auslaufmodell Verbrennermotor? Eisenmann kontert Kretschmann

Susanne Eisenmann
Susanne Eisenmann, die CDU-Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - In der Debatte um die Zukunft des Autos hat sich CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann gegen ein rasches Ende des Verbrennermotors ausgesprochen. «Der Abgesang ist nicht meiner», sagte Eisenmann am Montagabend bei einem Streitgespräch mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann, das von der «Stuttgarter Zeitung» organisiert wurde. Es sei wichtig, dass man die geplanten Klimaziele erreiche. «Nur ich muss auf dem Weg dorthin nicht alles einreißen. Das ist mir viel zu schnell und zu undurchdacht.» Die Fixierung der Grünen auf das Elektroauto sei ihr zu eng. Eisenmann reagierte damit auf die Äußerung von Kretschmann, der zuvor zum Verbrenner gesagt hatte: «Bei den Pkw ist das höchstwahrscheinlich ein Auslaufmodell.»

Die CDU-Politikerin erklärte, man müsse sehr genau darauf achten, wie man die Arbeitsplätze im Transformationsprozess der Autoindustrie in die Zukunft überführen könne. Kretschmanns Idee, das eine Reihe von Jobs in die Gesundheitswirtschaft übergehen könnten, konnte Eisenmann nicht viel abgewinnen. Das sei «Reißbrett-Wirtschaftspolitik». Sie verwies darauf, man müsse bei der Klimapolitik auch die soziale Frage beachten. «Man kann den Leuten auch nicht sagen, jetzt kaufst du dir ein neues Auto.» Es könne nicht überall nur der Maßstab sein, was ökologisch sinnvoll sei. «Ich muss auch sehen, was kostet es, wie können es sich die Menschen noch leisten. Es gilt, die soziale Frage mitzudenken», sagte Eisenmann im Endspurt zur Landtagswahl am kommenden Sonntag.

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