Baden-Württemberg

Ausschuss stimmt über Pläne zu Deponie in Gaggenau ab

Sorgen wegen chemisch belasteter Erde
Im Gaggenauer Stadtteil Oberweier hängt ein Plakat der Bürgerinitiative auf dem steht «Kein PFC». Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © Uli Deck

Rastatt (dpa/lsw) - Der Betriebsausschuss des Kreistages Rastatt stimmt heute über eine Erweiterung der Deponie Gaggenau-Oberweier ab. Als Standort für Erdaushub, der mit gesundheitsschädlichem PFC belastet ist, soll sie jedoch entgegen früherer Überlegungen nicht mehr in Betracht kommen. Das hatte der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises dem Gremium in der vergangenen Woche empfohlen. Die Abstimmung gilt als Vorentscheidung für die endgültige Entscheidung des Kreistages am 27. Juli.

Ein Standortgutachten hatte zuvor ergeben, dass Flächen in Rheinmünster-Stollhofen sowie Bühl-Nord am ehesten in Frage kommen für die Lagerung von Erde, die mit per- und polyfluorierten Chemikalien, kurz PFC, verseucht ist. Damit wäre die Deponie aus dem Rennen. PFC sind in der Natur kaum abbaubar. Ein Umweltskandal rund um diese Stoffe bewegt Mittelbaden seit Jahren. Der Streit um die Deponie schwelt seit Oktober vergangenen Jahres, als sich eine Bürgerinitiative gründete.

Diese hatte sich gegen die Deponie als PFC-Standort gewehrt und ist außerdem gegen die davon unabhängige Erweiterung der Deponie. Sie vermutet dort Altlasten und fordert, dass der Deponiekörper untersucht und saniert wird, bevor über einen Ausbau diskutiert wird.

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