Gewaltverbrechen

Bürgermeister: Illerkirchberg sucht noch den richtigen Weg

Illerkirchberg
Eine Frau legt am Grab des getöteten Mädchens in Illerkirchberg Blumen nieder. © Ralf Zwiebler

Illerkirchberg (dpa/lsw) - Eine Woche nach dem Gewaltverbrechen an zwei Mädchen in Illerkirchberg nahe Ulm sucht die betroffene Gemeinde aus Sicht ihres Bürgermeisters noch den richtigen Umgang mit der Tat und ihren Folgen. «Es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, um sagen zu können, was der richtige Weg ist», sagte Markus Häußler der «Südwest Presse» (Samstag) und der «Schwäbischen Post» (Montag). Es habe ein erstes Treffen in der Kirche gegeben, um sich in einem geschützten Rahmen austauschen zu können. «Das ist ja das Wichtige, dass man einfach darüber spricht und dass es eben nicht instrumentalisiert wird. Dass einfach ein sachlicher, stiller Austausch möglich ist», sagte der Bürgermeister.

Die Folgen für die Kommune seien aber weiter immens: «Die Gemeinde steht nach wie vor unter Schock», sagte Häußler. «Das öffentliche Leben steht still.»

Am 5. Dezember soll ein Mann aus Eritrea zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule in Illerkirchberg angegriffen und so schwer verletzt haben, dass eine 14-Jährige starb. Das zweite Mädchen, 13 Jahre alt, wurde vermutlich mit einem Messer schwer verletzt. Gegen den 27 Jahre alten Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Mordes erlassen. Er sei laut Staatsanwaltschaft in einem Justizvollzugskrankenhaus und schweige zu den Vorwürfen.

Die überwiegende Zahl der Menschen in Illerkirchberg sei gegen Generalverdacht und Gewalt, sagte Häußler zudem. «Es war der Täter und dieser Täter muss mit aller Konsequenz bestraft werden.»