Baden-Württemberg

Bahn feiert «Lückenschluss» auf der Strecke Wendlingen-Ulm

Schienen für die Bahn Neubaustrecke Ulm-Wendlingen
Stelle der letzten Schienenarbeiten für die Bahn Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Foto: Bernd Weißbrod/dpa © Bernd Weißbrod

Hohenstadt (dpa/lsw) - Die Schienenverbindung zwischen Wendlingen und Ulm ist komplett: Auf der Filstalbrücke bei Hohenstadt (Kreis Göppingen) haben die Deutsche Bahn und das Verkehrsministerium am Mittwoch den symbolischen «Lückenschluss» für die neue Bahntrasse gefeiert. Damit sind nun fast 120 Kilometer Gleise verlegt, wie ein Sprecher der Bahn mitteilte. Der «Lückenschluss» zwischen Wendlingen und Ulm sei ein echter Meilenstein im Bahnprojekt, so Olaf Drescher, Geschäftsführer des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm. Für die Gleisbauarbeiten wurden laut Bahn 240 Kilometer Schienen mit einem Gewicht von rund 15.000 Tonnen verlegt. Baubeginn war im Frühjahr 2019.

Auf der rund 60 Kilometer langen Schnellverbindung zwischen Wendlingen und Ulm sollen ab dem nächsten Jahr Testfahrten stattfinden. Der offizielle Betriebsbeginn ist für Mitte Dezember 2022 geplant. Reisende sollen dann für eine Fahrt zwischen Stuttgart und Ulm eine Viertelstunde weniger Zeit brauchen. Mit der geplanten Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Jahr 2025 soll die Fahrzeit insgesamt rund eine halbe Stunde kürzer sein.

Die Bahntochter DB Regio wird Betreiberin der neuen Schnelltrasse sein. Das Unternehmen habe bei einer europaweiten Ausschreibung vom Land den Zuschlag für einen Vertrag bis Dezember 2027 erhalten, teilte die Bahn am Mittwoch mit.

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