Gesundheit

Baldige Verbundlösung für Kliniken Mannheim und Heidelberg

Uniklinikum Mannheim
Der Haupteingang des Universitätsklinikums Mannheim. © Uwe Anspach

Mannheim/Stuttgart (dpa/lsw) - Im ersten Quartal 2023 will die Landesregierung über den angedachten Zusammenschluss der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim entscheiden. Ein neues Gutachten belegt nach Angaben des Stuttgarter Gesundheitsministeriums vom Freitag, dass das städtisch getragene Klinikum Mannheim grundsätzlich auch bei der Realisierung eines Verbundmodells mit Investitionsmitteln nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz gefördert werden kann. Für das Verteilen dieser Gelder ist das Land zuständig.

«Damit rückt eine Verbundlösung näher», heißt es in der Mitteilung. Eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen beteiligten Ministerium werde nun ein mögliches Konzept erarbeiten, das dann von den jeweiligen Ressortchefs im Kabinett weiter beraten werde.

Die Akteure vor Ort machen schon länger Druck und fordern eine Entscheidung. Dem Verbund als Kern eines international konkurrenzfähigen Gesundheitsstandortes steht aus ihrer Sicht nach positiven Ergebnissen wirtschaftlicher, medizinischer und rechtlicher Prüfungen nichts entgegen. Von besserer Versorgung und schneller Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Produkte könnten allein im Rhein-Neckar-Raum etwa 2,3 Millionen Menschen profitieren.

Das Universitätsklinikum Mannheim gehört zur Universität Heidelberg, nicht zur Uni Mannheim. Hintergrund ist eine Entwicklung aus den 1960er Jahren, als aus Platzmangel auch städtische Kliniken in die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses einbezogen wurden. Träger ist die Stadt, nicht wie im Fall der Heidelberger Fakultät das Land.

Das Uniklinikum Heidelberg hat fast 2600 Betten sowie gut 86.000 stationäre und mehr als eine Million ambulante Patienten im Jahr. Mit 10.700 Beschäftigten ist es der größte Arbeitgeber der Region.

Im Mannheimer Haus arbeiten rund 4300 Mitarbeiter. Sie behandeln nahezu 45.000 Patienten stationär und über 170.000 ambulant.