Baden-Württemberg

Baustelle «Campus Galli» erhält Corona-Nothilfe vom Land

Mehrere Handwerker arbeiten an einer Scheune am «Campus Galli»
Mehrere Holzhandwerker arbeiten an einer Scheune am «Campus Galli». Foto: Felix Kästle/dpa © Felix Kästle

Stuttgart/Meßkirch (dpa/lsw) - Die Mittelalter-Baustelle «Campus Galli» erhält 425 000 Euro als Corona-Nothilfe vom Land. Wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte, soll mit dem Geld die Fortsetzung des Mammut-Projekts bei Meßkirch (Landkreis Sigmaringen) gesichert werden. «Campus Galli ist eine in Baden-Württemberg einzigartige Einrichtung und hat Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus», sagte Ministerin Theresia Bauer (Grüne).

Nach einer ersten Zahlung im Dezember 2020 greift das Land dem coronabedingt in Finanznot geratenen Projekt demnach mit insgesamt 571 000 Euro unter die Arme. Das Freilichtmuseum sei «nicht nur eine touristisch relevante Einrichtung, sondern auch herausragend in seiner Bedeutung als Projekt der kulturellen Bildung», begründete Wissenschaftsministerin Bauer die Entscheidung.

Seit 2013 bauen Handwerker und Ehrenamtliche auf dem «Campus Galli» mit den Mitteln des neunten Jahrhunderts eine Klosterstadt. Grundlage dafür ist der «St. Galler Klosterplan» aus dem frühen Mittelalter, der nie verwirklicht wurde. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, ist als Freilichtmuseum aber auch für Besucher geöffnet. Coronabedingt waren die Gästezahlen im vergangenen Jahr nach Angaben des Trägervereins zurückgegangen.

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie seien immer noch nicht abschätzbar, sagte der Geschäftsführer des Vereins, Hannes Napierala. «Sicher ist, dass wir frühestens 2022 wieder auf den Stand 2019 kommen werden.» Die Einschränkungen durch Corona seien dieses Jahr noch zu groß, außerdem sei der Besucherandrang wegen des ungewöhnlich kühlen Wetters im Mai verhalten gewesen.

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