Wohnungspolitik

Bauwirtschaft: Bundesweites Neubauziel nicht erreichbar

Wohnungsbau
Bauarbeiter stehen auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses. © Julian Stratenschulte

Stuttgart (dps/lsw) - Das von der Bundesregierung ausgegebene Neubauziel von 400.000 Wohnungen jährlich wird aus Sicht der Bauwirtschaft im Südwesten verfehlt. «Allein für Baden-Württemberg hätte das rund 50.000 Neubauwohnungen jährlich bedeutet. Im Moment liegen wir deutlich unter dieser Zahl und werden sie bis Jahresende auch nicht erreichen», sagte der Geschäftsführer der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Thomas Möller, am Mittwoch in Stuttgart.

Es gebe Auftragsstornierungen und die Nachfrage sinke rapide. 2021 seien in Baden-Württemberg noch knapp 37.000 neue Wohnungen gebaut worden. Ein Licht am Ende des Tunnels sehe er angesichts explodierender Preise und steigender Zinsen nicht, sagte Möller weiter. Die vom «Bündnis bezahlbarer Wohnraum» am Dienstagabend beschlossenen Maßnahmen enthielten jedoch wichtige Punkte, um den Wohnungsbau im Land voranzutreiben.

Die Teilnehmer des von der Regierung initiierten Bündnisses hatten sich am Dienstagabend auf Dutzende einzelne Maßnahmen geeinigt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Bundeskanzler Olaf Scholz und Bauministerin Klara Geywitz (beide SPD) wollten die Pläne am Mittwoch erläutern. Die Ampel will unter anderem den Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr erreichen, davon 100.000 öffentlich geförderte.