Baden-Württemberg

Bergwacht Schwarzwald mit etwas weniger Einsätzen

Bergretter der Bergwacht üben auf dem Feldberg im Schwarzwald
Bergretter der Bergwacht üben auf dem Feldberg im Schwarzwald. Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa/Archivbild © Patrick Seeger

Kirchzarten (dpa/lsw) - Die Bergwacht Schwarzwald ist im ersten Halbjahr 2020 zu knapp 500 Einsätzen ausgerückt und damit etwas weniger oft als sonst in diesem Zeitraum. «Grund hierfür ist die verkürzte Skisaison durch Corona», sagte ein Sprecher am Dienstag. Außerdem habe es in diesem Jahr verhältnismäßig wenig Schnee gegeben. Normalerweise sind die Monate Januar bis März die einsatzstärksten des Jahres.

In den Sommermonaten betreffen die Einsätze meist Kletterer, Wanderer, Paraglider oder Mountainbiker, sagte der Sprecher. Im Mai seien die Helfer rund 60 Mal ausgerückt, im Juni über 50 Mal. Die Zahlen für Juli und August liegen noch nicht vor, «es ist jedoch zu erkennen, dass die Sommermonate vergleichbar zu denen des letzten Jahres sind», sagte er. Vermutungen, nach denen es mehr Einsätze geben könnte, weil in Zeiten von Corona mehr Menschen als sonst Ausflüge in die Natur machten, hätten sich nicht bestätigt.

Im vergangenen Jahr waren die Retter insgesamt rund 1000 Mal zu Bergunfällen gerufen worden. Hinzu kamen noch beispielsweise Einsätze bei Sportveranstaltungen oder Suchaktionen nach Vermissten.

Die Bergwacht Schwarzwald übernimmt unter anderem den Rettungsdienst in schwer zugänglichen Gebieten des Schwarzwaldes, betreut Skipisten in der Region und ist auch für Notfälle etwa bei Seilbahnen wie der Schauinslandbahn in Horben bei Freiburg zuständig.