Baden-Württemberg

Besuchsverbot nach Omikron-Verdacht in Seniorenheim

Corona-Impfung im Pflegeheim
Eine Medizinstudentin impft eine Bewohnerin eines Pflegeheims gegen Corona. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild © Felix Kästle

Gaggenau (dpa/lsw) - Wegen eines Corona-Ausbruchs mit mehreren Omikron-Verdachtsfällen hat das Gesundheitsamt in einem Seniorenheim in Gaggenau (Kreis Rastatt) für zwei Stationen ein vorübergehendes Besuchsverbot verhängt. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, sind sieben Bewohnerinnen und Bewohner sowie zwei Mitarbeitende positiv auf Corona getestet worden. Bei fünf Bewohnern und einem Mitarbeiter gebe es Hinweise auf die Omikron-Variante, bei den anderen stehe das Testergebnis noch aus.

Erste Hinweise auf die Omikron-Variante habe es bereits am 31. Dezember in einem Wohnbereich gegeben. Am 3. Januar seien in einem zweiten Bereich weitere Verdachtsfälle entdeckt worden. Dort dauerten am Mittwoch noch die PCR-Reihentests an. «Keine der infizierten Personen ist derzeit in klinischer Behandlung. Todesfälle sind keine gemeldet», hieß es in der Mitteilung. Ein Sprecher des Landratsamtes sprach von einer «relativ hohen Impfquote» in dem Heim im Gaggenau.

Vor wenigen Tagen war es zu einem größeren Corona-Ausbruch in einem Rastatter Pflegeheim gekommen. Weit über die Hälfte der 86 Bewohner ist dort inzwischen mit dem Coronavirus angesteckt: Laut Landratsamt wurden bis Mittwoch 51 Bewohner und 5 Mitarbeiter positiv getestet. Zehn Senioren seien an oder im Zusammenhang damit gestorben. Omikron-Verdachtsfälle gibt es in dem Rastatter Heim aber nicht, sagte ein Behördensprecher.

Das Landratsamt hatte im Rastatter Fall vor Tagen von einer «überraschend» niedrigen Impfquote gesprochen. Eine Sprecherin der Kursana-Gruppe, die auch das Heim in Gaggenau betreibt, hatte hingegen betont: «Die Impfquote in der Einrichtung liegt über dem Bundesdurchschnitt.»

© dpa-infocom, dpa:220105-99-599934/3