Spezialkräfte

Bundeswehr-Generalinspekteur: KSK wird mehr gefordert

Besucherzentrum des Kommandos Spezialkräfte
Brigadegeneral Ansgar Meyer, Kommandeur des KSK in Calw, steht vor dem neuen Besucherzentrum. © Bernd Weißbrod

Calw (dpa) - Die Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) wird nach den Worten des Generalinspekteurs der Bundeswehr künftig noch mehr gefordert werden. «Wir haben der Nato umfangreiche Spezialkräfteelemente angezeigt», sagte General Eberhard Zorn am Dienstag im baden-württembergischen Calw. Anlass war der Abschluss der Reform des KSK nach Extremismusfällen und die Eröffnung eines Besucherzentrums.

Zorn sagte, der in der Bundeswehr einzigartige Verband sei schon immer «kaltstartfähig» gewesen - er habe also gut ausgebildete Soldaten und eine komplette Ausstattung mit Munition. «Wir verbessern unsere Einsatzbereitschaft mit dem Ziel einer durchgehenden Kaltstartfähigkeit», sagte Zorn mit Blick auf die Bundeswehr.

Zorn bezeichnete die laufende Reform des Kommandos mit 60 Einzelmaßnahmen als abgeschlossen. «Das war eine schwierige Zeit», resümierte der ranghöchste Soldat der Bundeswehr. Vorrangige Aufgabe des Verbands sei weiter der Schutz und die Rettung deutscher Staatsbürger im Ausland.

Vor gut zwei Jahren schien die Zukunft der Eliteeinheit auf der Kippe zu stehen, nachdem es rechtsradikale Vorfälle, den Fund eines Waffenverstecks bei einem Soldaten sowie Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Munition gegeben hatte. Die 2. Kompanie des im Südwesten beheimateten Kommandos war im Juli 2020 aufgelöst worden.

KSK-Kommandeur und Brigadegeneral Ansgar Meyer machte deutlich, das Besucherzentrum solle mehr Transparenz schaffen und ein «Ort der Begegnung» sein. Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Eva Högl (SPD), sagte: «Wir können alle sehr stolz sein auf die Frauen und Männer des KSK.»