Baden-Württemberg

Corona-Auflagen: Schausteller und Markthändler protestieren - Staus und Verkehrsbehinderungen erwartet

Requisiten, die für den Weihnachtsmarkt bestimmt sind
Requisiten, die für den Weihnachtsmarkt bestimmt sind. Foto: Uli Deck/dpa © Uli Deck

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit einem Protestzug durch die Stadt und einer Kundgebung wollen Schausteller aus dem ganzen Land heute gegen die strengen Corona-Auflagen demonstrieren. Rund 1000 von ihnen werden erwartet, wenn sich der Korso aus 600 Fahrzeugen auf dem Cannstatter Wasen, dem Schauplatz der jährlichen großen Volksfeste, Richtung Innenstadt in Bewegung setzen soll (12.30). Zur Kundgebung hat sich auch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) angesagt.

Wer in der Innenstadt und Bad Cannstatt unterwegs sei, müsse sich auf Einschränkungen und Verkehrsbehinderungen einstellen, so die Stadt Stuttgart in einer Pressemitteilug am Donnerstag. Der Aufzug startet und endet beim Cannstatter Wasen. Zwischen 12.30 Uhr und 14 Uhr zieht er auf B14, B27 und B10 durch die Stadt. Angrenzende Straßen werden in diesem Zeitraum kurzzeitig gesperrt. Ab 12 Uhr ist ein Fahrstreifen auf der B27 (Charlottenstraße) in Richtung Planietunnel gesperrt. Entlang der Demo-Strecke kann es auch zu Auswirkungen auf die Bus- und Stadtbahnlinien der SSB kommen. Die Bushaltestelle Schloßplatz wird in diesem Zeitraum nicht angefahren. Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, den Bereich zu umfahren, ihre Fahrt zeitlich zu verschieben oder die S-Bahnen zu nutzen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat nach Schätzungen des Schaustellerverbandes im Südwesten etwa jeder fünfte Unternehmer in der Branche aufgegeben. «Wir stehen mit dem Rücken zur Wand», sagte der baden-württembergische Verbandsvorsitzende Mark Roschmann im Vorfeld des Protests. Die Corona-Auflagen kämen einem Berufsverbot gleich. Sorgen bereite den Schaustellern angesichts des Verbots von Großveranstaltungen vor allem die noch ausbleibende Perspektive für die Herbstfeste und Weihnachtsmärkte.

Anfang Juli hatten bereits rund 1600 Schausteller in Berlin für Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen demonstriert.