Baden-Württemberg

Cyberattacke auf SRH-Stiftung: Kliniken weiter offline

Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Display
Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Bildschirm. Foto: Silas Stein/dpa/Illustration © Silas Stein

Heidelberg/Friedrichroda (dpa/th) - Fast zehn Tage nach einer Cyberattacke auf die SRH Holding sind von ihr betriebene Kliniken in Baden-Württemberg und auch in Thüringen immer noch vom Netz. «Die IT-Infrastruktur wird derzeit wieder hergestellt, das wird sicher noch einige Tage dauern», sagte ein Sprecher am Dienstag. «Einen genauen Zeitraum können wir aber nicht nennen.» Der Cyberangriff war am 19. September entdeckt worden, als Mitarbeiter nicht mehr auf Emails und Laufwerke zugreifen konnten. Das betraf auch Krankenhäuser in Friedrichroda, Suhl und Gera.

Ob Daten abgeflossen sind - «dazu kann ich nichts sagen», erklärte der Sprecher. Auch wer hinter der Attacke steckt und wie viel der Angriff die Holding kosten wird, stehe noch nicht fest. «Wichtig ist für uns, die Systeme wiederherzustellen und dass kein Schaden zurückbleibt», sagte der Sprecher. Ziel der Attacke seien die Bildungseinrichtungen und Hochschulen der SRH gewesen, die Kliniken hätten nicht im Fokus gestanden, wie es weiter hieß.

Mit internen Kommunikationskanälen habe man sich aber gut behelfen können. Der Betrieb in Krankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Die SRH-Holding mit Sitz in Heidelberg beschäftigt eigenen Angaben zufolge fast 17.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa einer Milliarde Euro.

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