Baden-Württemberg

Daimler Trucks nimmt Kurs auf die Börse

Daimler Truck-Chef Martin Daum spricht bei einer Pressekonferenz
Daimler Truck-Chef Martin Daum spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © Britta Pedersen

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Geschäft mit Lastwagen und Bussen soll bei Daimler in diesem Jahr wieder deutlich besser laufen. Wenn Truck-Chef Martin Daum heute Bilanz für 2020 zieht und einen Ausblick auf die kommenden Monate gibt, steht neben den reinen Zahlen aber auch ganz besonders die weitere strategische Ausrichtung im Fokus. Im Zuge einer Aufspaltung des Konzerns soll die Daimler Truck AG bis Ende des Jahres an die Börse gebracht werden. Sie kann dann, so jedenfalls der Plan, schneller und wendiger agieren und sich stärker auf die für Nutzfahrzeuge wichtigen Technologien konzentrieren. Zugleich muss sie dann im Notfall aber auch ohne den Großkonzern im Rücken auskommen.

Daum und Daimler-Vorstandschef Ola Källenius hatten die Abspaltung vor allem mit den schwindenden Gemeinsamkeiten von Pkw- und Nutzfahrzeuggeschäft begründet. Während etwa die Brennstoffzelle in Daimlers Auto-Strategie derzeit keine Rolle spielt, hält der Konzern bei Trucks und Bussen große Stücke auf diese Antriebsart. Für die Entwicklung serienreifer Brennstoffzellen-Antriebe für Lastwagen hat sich Daimler mit Konkurrent Volvo zusammengetan. Bei mittelschweren Nutzfahrzeugmotoren setzt man außerdem künftig auf den US-Motorenbauer Cummins, um sich selbst auf andere Bereiche fokussieren zu können.

Daimler Truck hatte im vergangenen Jahr mit 378 500 Fahrzeugen ein gutes Viertel weniger verkauft als im Vorjahr. Der Umsatz ging um 22 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro zurück, das operative Ergebnis gar um 80 Prozent auf 525 Millionen Euro. Das soll in diesem Jahr wieder deutlich besser werden, hat Daimler angekündigt.

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