Baden-Württemberg

Deutsche Umwelthilfe: Klage führt zu sauberer Luft

Gericht
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zu einem Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © Oliver Berg

Freiburg /Berlin (dpa/lsw) - Eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat nach deren Angaben die Stickstoffdioxid-Belastung in Freiburg erheblich reduziert. Deshalb werde das Verfahren für die Einhaltung des Grenzwertes für das Dieselabgas vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg für erledigt erklärt, teilte die Organisation mit Sitz in Berlin am Montag mit. Im Jahr 2019 hatte der Schadstoffausstoß an drei von vier infolge der Klage eingerichteten Messstationen den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft noch überschritten. Im vergangenen Jahr seien die Vorgaben an allen Messstationen eingehalten wurde - zehn Jahre nach Inkrafttreten des Grenzwertes, wie die DUH weiter mitteilte.

«Nun kommt es darauf an, die Verkehrswende in der Stadt weiter voranzutreiben, so dass die Luftbelastung auch nach dem Ende des Corona-Lockdowns überall in Freiburg unterhalb des Grenzwertes bleibt», betonte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Auch Verfahren gegen Heilbronn und Offenbach seien nach erfolgreichen Schritten zu besserer Luft für erledigt erklärt worden.

In Freiburg ist der DUH zufolge die vielbefahrende B31 in die Grüne Umweltzone einbezogen worden, die für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt ist. Überdies sei das Tempolimit dort auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt und durch Ampelschaltungen der Durchgangsverkehr weniger attraktiv gestaltet worden. Zudem sollen Fuß-, Rad-, Bus- und Bahnverkehr gefördert werden.

Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur sterben allein wegen Stickstoffdixoid-Belastung jährlich mehr als 10.000 Menschen in Deutschland frühzeitig; werden andere Schadstoffe wie Feinstaub und Ozon einbezogen, sind es demnach über 60.000 frühzeitig Verstorbene.

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