Baden-Württemberg

Diakonie: Württemberger waren in Pandemie spendenfreudiger

Geld
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © Patrick Pleul

Stuttgart/Karlsruhe (dpa/lsw) - In den langen Corona-Monaten haben sich die Menschen und Kirchgänger in Württemberg spendenfreudiger gezeigt als zuvor. «Gerade 2020, in dem Jahr also, in dem viele Gottesdienste nur virtuell stattfinden konnten, haben viele Menschen mehr gespendet und so ihre große Solidarität mit den Armen gezeigt», sagte Oberkirchenrätin Annette Noller, die Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg. Die Hilfsaktion Brot für die Welt habe rund 10,9 Millionen Euro Spenden allein im württembergischen Landesteil erhalten, das sind 2,2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Bundesweit wurde die Arbeit des evangelischen Hilfswerks mit mehr als 76,8 Millionen Euro unterstützt (plus 12,4 Millionen Euro).

In das Jahresergebnis seien allerdings die Kollekten aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 eingeflossen, sagte Noller. Im Jahr darauf durften aber wegen der strengen Corona-Auflagen deutlich weniger Gottesdienste besucht werden, Kollekten fielen vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit geringer aus. Das werde seine Spuren im Jahresergebnis 2021 hinterlassen, sagte die Vorstandsvorsitzende. «Hier zeichnen sich bereits jetzt erhebliche Einbußen ab.»

Von den 669 bewilligten Projekten des vergangenen Jahres befinden sich 240 auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei geht es laut Diakonie vor allem um den Kampf gegen Hunger und Mangelernährung, um die Bildungsförderung und um Gesundheit, den Zugang zu sauberem Wasser, Menschenrechte und auch um Aufklärungsprogramme über das Coronavirus.

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Derzeit fördert das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen nach eigenen Angaben mehr als 1800 Projekte in fast 90 Ländern.

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