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Die farbenfrohe Welt der Autodidakten: Schau im Burda-Museum

Ausstellung  "Die Maler des heiligen Herzens" in Baden-Baden
Ausstellung "Die Maler des heiligen Herzens" in Baden-Baden © Uli Deck

Baden-Baden (dpa/lsw) - Die farbenfrohe Bilderwelt französischer Künstler jenseits des akademischen Betriebs ist in Baden-Baden zu erleben. Von diesem Samstag an stellt das Museum Frieder Burda fünf große Autodidakten vom Anfang des 20. Jahrhunderts vor: André Bauchant, Camille Bombois, Séraphine Louis, Henri Rousseau und Louis Vivin. Die Künstler gelten als Vorreiter einer authentischen Kunst - bekannt auch als «Naive Kunst».

Im wahren Leben Zöllner, Gärtner oder Jahrmarkt-Ringer schufen sie als Autodidakten nach Angaben des Museums einen Bilderkosmos, der bis heute durch sinnliche Unmittelbarkeit besticht. Blumen, Früchte, Tiere und Landschaften künden von einer unmittelbaren Naturverbundenheit.

Die fünf zählten zum Kreis der «Maler des Heiligen Herzens», nach dem die bis 20. November dauernde Schau benannt ist. Der deutsche Kunsthistoriker und Galerist Wilhelm Uhde (1874–1947) ist Namensgeber der von ihm so zusammengefassten Gruppe unabhängig voneinander agierender Künstler. 1928 hatte Uhde ihre erste gemeinsame Ausstellung in Paris organisiert.

Die Schau in Baden-Baden folgt den Spuren der fünf Maler und würdigt zugleich ihren Entdecker und Förderer Uhde. Nach Angaben des Museums Frieder Burda werden die Künstler erstmals in diesem Umfang gewürdigt. Die Schau umfasst Werke der Sammlungen Charlotte Zander (1930–2014), Fondation Beyeler und der Sammlung Scharf-Gerstenberg.