Baden-Württemberg

Eichner unterschreibt beim KSC bis 2022

Trainer Christian Eichner jubelt
Trainer Christian Eichner jubelt. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © Daniel Karmann

Karlsruhe (dpa/lsw) - Nun hat der Retter seinen verdienten Lohn. Nachdem Christian Eichner den Karlsruher SC in der abgelaufenen Saison als Interimscoach zum Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga geführt hat, erhielt Christian Eichner am Mittwoch den seit Tagen erwarteten Cheftrainer-Vertrag. Er gilt, genau wie der seines Assistenten Zlatan Bajramovic, bis Juni 2022. Eichner und KSC-Sportchef Oliver Kreuzer waren sich schon länger über eine weitere Zusammenarbeit einig, hatten aber noch auf die Zustimmung des Beirats warten müssen.

«Christian Eichner hat das Team in einer schwierigen Situation übernommen und wieder zurück in die Spur geführt», sagte Kreuzer. «Gemeinsam wollen wir den KSC jetzt in den nächsten Jahren sportlich stabilisieren, weiterentwickeln und der Mannschaft eine neue Identität geben. Mit seiner frischen Art ist Christian dafür genau der richtige Mann.»

Eichner war nach der Entlassung von Ex-Coach Alois Schwartz Anfang Februar vom Co- zum Interimstrainer aufgerückt und hatte den KSC von Platz 17 noch ans rettende Ufer geführt - an einem dramatischen letzten Spieltag, an dem die Karlsruher mit 2:1 bei Greuther Fürth gewannen und vom gleichzeitigen Patzer des 1. FC Nürnberg bei Holstein Kiel (1:1) profitierten.

Zwar bejubelte der 37-Jährige in seinen ersten 14 Liga-Spielen an der Seitenlinie nur vier Siege. Durch sein emotionales Auftreten ist es dem früheren Karlsruher Jugend- und Bundesliga-Spieler, der bei den Fans hohes Ansehen genießt, aber gelungen, die Mannschaft mitzureißen. Zudem hat er sie nach der Corona-Pause, in deren Folge die Badener nur noch zwei Pleiten und nur zweimal mehr als ein Gegentor kassierten, defensiv stabilisiert.

«Wir sind in den letzten Wochen und Monaten alle näher zusammengerückt. Jetzt haben wir die Chance, hier längerfristig etwas zu verändern und aufzubauen», sagte Eichner. «Ich bin voller Vorfreude darauf, die Mannschaft zu formen und zu entwickeln.» Ab sofort dann nicht mehr als Übergangs-, sondern als Cheftrainer.