Baden-Württemberg

Eintracht hadert mit Remis gegen Bremen: «Etwas sauer»

Fußball
Spieler versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild © Rolf Vennenbernd

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Stimmung bei Eintracht Frankfurt war nach dem 1:1 (0:0) gegen Werder Bremen erst einmal im Keller. Nur ein Punkt - das war nicht nur Trainer Adi Hütter zu wenig. «Der Ertrag fällt am Ende zu gering aus. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden», resümierte der 50-Jährige. Und Stürmer Bas Dost bekannte: «Ich bin ein bisschen genervt.»

Selbst 66 Prozent Ballbesitz reichten der Eintracht nicht zum erhofften Sieg, weil die Hessen zu viele Fehler im Spielaufbau machten und zu selten gefährlich vor das Bremer Tor kamen. «Ich bin schon etwas sauer, weil wir zwei Punkte mehr auf dem Konto hätten haben können», schimpfte Flügelspieler Aymen Barkok.

Der 22-Jährige belebte nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit das bis dahin weitgehend brach liegende Offensivspiel der Hausherren und leitete mit einem starken Ballgewinn auch den Ausgleich durch André Silva (65. Minute) ein. Es war das vierte Saisontor des portugiesischen Nationalspielers, der damit die Hälfte aller bisherigen Eintracht-Treffer in der Fußball-Bundesliga erzielt hat. «André hat eine gute Entwicklung genommen», lobte Hütter.

Gar nicht zufrieden war der Österreicher dagegen mit der ersten halben Stunde. «Wir haben zu ideenlos, kompliziert und behäbig gespielt und haben die zweiten Bälle nicht behauptet», kritisierte Hütter. Ob es daran lag, dass die Eintracht anders als in den Heimspielen gegen Bielefeld und Hoffenheim auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten musste?

«Es tut schon weh, ohne Zuschauer zu spielen. Gerade wenn man sieht, welchen Unterschied selbst 8000 wie im Heimspiel zuvor ausmachen können», stellte Mittelfeldspieler Sebastian Rode fest. «Das darf uns aber nicht beeindrucken und in unserer Leistung beeinträchtigen. Wir wollten von der ersten Minute an voll da sein, was uns nicht gelungen ist.»

Erst nach dem Wechsel agierte die Eintracht schwungvoller. «Die zweite Halbzeit war schon eher Eintracht-like, als wir viel investiert und vertikaler gespielt haben sowie mehr Chancen und Ballbesitz hatten», sagte Hütter. Das reichte am Ende aber nicht zum Erfolg, weil Joshua Sargent (51.) einen Bremer Konter eiskalt abschloss.

Somit verharren die Frankfurter im oberen Tabellenmittelfeld der Fußball-Bundesliga. «Neun Punkte nach sechs Spielen sind unterm Strich okay, wenngleich wir natürlich gewinnen wollten, was auch mit Blick auf das Auswärtsspiel in Stuttgart wichtig gewesen wäre», sagte Sportdirektor Bruno Hübner vor der schweren Aufgabe beim starken Aufsteiger am kommenden Samstag.