Energieversorgung

EnBW sichert sich LNG-Importkapazitäten in Stade

Geplantes LNG-Trminal in Stade
Der Industriehafen Stade, der für das geplante Import-Terminal für Flüssigerdgas zukünftig erweitert werden soll. © Sina Schuldt

Stade/Karlsruhe (dpa) - Der Energieversorger EnBW will über das geplante feste LNG-Terminal in Stade pro Jahr drei Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas importieren. EnBW sei der erste größere Kunde des Terminals und habe die Kapazitäten in den vergangenen Tagen im Rahmen eines Vermarktungsprozesses langfristig gebucht, sagte eine Sprecherin des Terminal-Konsortiums Hanseatic Energy Hub (HEH) am Donnerstag. Über das Terminal an der Elbe, das Anfang 2027 in Betrieb gehen soll, sollen in der Endstufe pro Jahr rund 13 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas angelandet und regasifiziert werden.

Nach Angaben des Hanseatic Energy Hub erhält EnBW auch die Option, zu einem späteren Zeitpunkt beim Import auf Ammoniak als wasserstoffbasierten Energieträger umzusteigen. Das Konsortium will das Terminal so bauen, dass auch Ammoniak angelandet werden kann. Nach dem Transport kann es dann wieder in Wasserstoff umgewandelt werden.

EnBW teilte mit, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Terminal in Stade «sehr gut» in die eigenen Bestrebungen füge, bis 2035 klimaneutral zu werden. «Zunächst stellen wir die Versorgungssicherheit mit Hilfe der LNG-Importe aus dem Terminal in Stade sicher und können langfristig Erdgas durch klimaneutralen, grünen Wasserstoff substituieren», sagte der EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungs-Infrastruktur, Georg Stamatelopoulos, in einer Mitteilung.

Die Hanseatic Energy Hub führe Gespräche mit weiteren möglichen Kunden, sagte die Sprecherin. Die Vermarktung solle Ende des Jahres abgeschlossen werden.