Baden-Württemberg

Ermordung von Online-Bekanntschaft: Neuer Prozess angesetzt

Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © Sonja Wurtscheid

Offenburg (dpa/lsw) - Der Prozess gegen ein Ehepaar wegen Ermordung einer Internet-Bekanntschaft wird teilweise neu verhandelt. Wie das Landgericht Offenburg am Donnerstag mitteilte, wurde das Urteil gegen die Frau wegen eines Verfahrensfehlers im Strafmaß durch den Bundesgerichtshof aufgehoben. Der neue Prozess beginnt am kommenden Dienstag (9. November/9.00 Uhr). Das Gericht hatte die heute 53-Jährige am 22. Juli 2019 wegen Beihilfe zum Mord zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Ihr Mann bekam wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe. Diese ist rechtskräftig.

Das Ehepaar hat nach Feststellung des Gerichts im Mai 2018 einen 43-jährigen Mann aus Lahr (Ortenaukreis) nachts in eine Falle gelockt. Das Opfer hatte zuvor die Frau über das Internet kennengelernt und mit ihr intime Nachrichten per Handy ausgetauscht. Weil der Ehemann damit nicht einverstanden war, tötete er demnach den Mann. Seine Frau habe ihm dabei geholfen, so das Gericht. Die Tat hatte sich auf einem Feldweg in der Nähe eines Kreisverkehrs bei Offenburg ereignet. Das Ehepaar wurde rund zwei Wochen später festgenommen.

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