Baden-Württemberg

Erneut Warnstreiks der IG Metall im Südwesten

IG Metall-Logo
Eine Fahne mit dem Logo der IG-Metall. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild © Lino Mirgeler

Stuttgart (dpa/lsw) - Die IG Metall übt weiter Druck auf die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten aus. Am Freitag beteiligten sich über 7 700 Menschen aus rund 45 Betrieben an Warnstreiks. Bezirksleiter Roman Zitzelsberger sagte in Stuttgart: «Wir wollen einen guten und schnellen Abschluss, aber gut kommt vor schnell.» Früher nach Hause gingen Beschäftigte von Porsche und Daimler. Es nahmen auch Mitarbeiter von Mahle Behr oder Bosch Rexroth an den Protesten teil. Mit Ende der dritten Warnstreikwoche beteiligten sich insgesamt knapp 155 500 Männer und Frauen an den bisherigen Aktionen der Gewerkschaft.

Sie gehen nächste Woche weiter, weil auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen am Dienstag keine Fortschritte gebracht hatte. In den Betrieben wird es wegen der Corona-Lage wieder überwiegend sogenannte Frühschluss-Aktionen geben.

Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld - entweder in Form von Lohnsteigerungen oder als zumindest partiellen Ausgleich, wenn ein Betrieb in der Krise die Arbeitszeit reduziert. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall lehnt das ab und fordert stattdessen, tarifliche Sonderleistungen zu kürzen. Das wiederum will die Gewerkschaft nicht mitmachen.

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