Baden-Württemberg

Erste Lieferungen des Moderna-Impfstoffs am Dienstag (12. Januar)

Coronavirus
Eins Spritze mit dem Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Foto: Robert Willett/The News & Observer/AP/dpa/Symbolbild © Robert Willett

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württembergs Impfzentren können noch im Januar mit mehr als 20 000 Dosen des neu zugelassenen Moderna-Impfstoffes rechnen. Am kommenden Dienstag sollen zunächst 8400, zwei Wochen später weitere 12 000 Portionen den Südwesten erreichen, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Tabelle des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag hervorgeht. Ab der zweiten Februarwoche zieht die Menge dann stark an und erreicht nach 30 000 Dosen weitere 90 000 in der achten Kalenderwoche (22.-28. Februar).

Insgesamt erhält Baden-Württemberg bis Ende Februar neben dem bereits zugesicherten Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech mehr als 140 000 Dosen von Moderna. Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen.

Insgesamt erhält Deutschland von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen über 50 Millionen. Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

Nach bisherigem Stand bekommt Deutschland insgesamt 140 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna. Aus den EU-Verträgen sollen rund 60 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer nach Deutschland gehen, aus bilateralen Vereinbarungen noch einmal 30 Millionen. Diese rund 140 Millionen Dosen reichen laut Bundesgesundheitsministerium, um eine Herdenimmunität in Deutschland zu schaffen.

In den vergangenen Tagen war breite Kritik an der Strategie der Bundesregierung und auch der Länder für das Beschaffen, Verteilen und Spritzen der Impfdosen laut geworden. Wegen der anhaltenden Engpässe bei der Impfstofflieferung werden die ersten Spritzen in den rund 50 Kreisimpfzentren (KIZ) auch erst am 22. Januar aufgezogen, eine Woche später als ursprünglich geplant.