Auftragslage

Erstes Halbjahr: Südwestindustrie tritt auf der Stelle

Industrie
Ein grüner Schutzhelm mit der Aufschrift «Heidelbergcement» liegt im Steinbruch des Baustoffkonzerns. © Uwe Anspach

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Industrie im Südwesten ist im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht vorangekommen. Wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart anhand vorläufiger Zahlen mitteilte, verzeichnete die Südwestindustrie im ersten Halbjahr bei den Aufträgen ein preis- und arbeitstäglich bereinigtes Minus von 0,7 Prozent. Die Produktion ging um 0,4 Prozent zurück, der Umsatz um 0,1 Prozent.

Im Juni sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Minus von 9,2 Prozent deutlich. Das außergewöhnlich hohe Auftragsvolumen in 2021 lasse die Entwicklung hier jedoch schlechter erscheinen als sie sei, teilten die Statistiker mit. Das Auftragsvolumen sei immer noch hoch. Die Produktion stieg leicht um 0,2 Prozent, der Umsatz nahm um 2,5 Prozent zu.

Hinsichtlich aktueller Schwierigkeiten bei Energieimporten oder bestehenden Lieferproblemen blieben die Aussichten für die nächsten Monate weiterhin unsicher, so die Statistiker.

Im Juni arbeiteten rund 1,157 Millionen Personen in den Industriebetrieben. Das waren 12.900 Beschäftigte mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das entspreche einem Plus von 1,1 Prozent.