Baden-Württemberg

Experten erwarten steigende Grundwasserstände

LUBW-Grundwassermessstelle
Eine Grundwassermessstelle der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg steht auf einer Wiese. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © Marijan Murat

Karlsruhe (dpa/lsw) - Leicht überdurchschnittliche Niederschläge im Dezember haben die Grundwasservorräte gerade zum Jahreswechsel in den meisten Landesteilen deutlich ansteigen lassen. «Grundwasserstände und Quellschüttungen in Baden-Württemberg bewegen sich Ende Dezember 2021 innerhalb des langjährigen Normalbereichs auf etwa mittlerem Niveau», teilte die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe am Dienstag mit. Im Vergleich zum Dezember 2020 seien höhere Grundwasserverhältnisse zu verzeichnen.

Aufgrund der aktuellen Bedingungen könne auch jetzt im Januar mit Grundwasseranstiegen gerechnet werden, prognostizierten die Experten. «Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung sind aufgrund der momentanen Beobachtungen auszuschließen.» Die Bodenfeuchte nehme seit Beginn des hydrologischen Winterhalbjahres (November bis April) kontinuierlich zu. Das dürfte nach Einschätzung der Fachleute in Kürze bewirken, dass sich Grundwasser neu bildet. Mittelfristige Prognosen etwa für den Sommer lassen sich davon aber nicht ableiten.

Betrachtet man die aktuellen Messwerte in Baden-Württemberg, verzeichnen Todtnau (Landkreis Lörrach) und Mönchweiler (Schwarzwald-Baar-Kreis) überdurchschnittliche Grundwasservorräte. Nur die LUBW-Messstände in Engelsbrand (Enzkreis) und Gemmingen (Landkreis Heilbronn) liegen im unterdurchschnittlichen Bereich.

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