Baden-Württemberg

F wie Fernsehturm: Vorbild für viele später erbaute Türme

Stuttgarter Fernsehturm in der Abenddämmerung
Der Stuttgarter Fernsehturm in der Abenddämmerung. Foto: Marijan Murat/dpa © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Fernsehturm in Stuttgart ist der ganze Stolz der baden-württembergischen Landeshauptstadt und ein Bauwerk der Superlative: Der 217 Meter hohe Turm, den der Architekt Fritz Leonhardt maßgeblich konzipierte, kostete einst rund 4,2 Millionen Mark und wurde im Februar 1956 eröffnet. Er war der erste dieser Bauart und als Prototyp Auslöser einer globalen Turmbauwelle. Seine Nachkommen stehen in Frankfurt, Dortmund, Johannesburg und Wuhan in China.

Fernsehprogramm wird nicht mehr verbreitet, wie ein Sprecherin der SWR Media Service berichtet. Denn die Fernsehantennen seien stillgelegt. Dafür werden über den Turm weiter die Radioprogramme ausgestrahlt. Die Besucherplattform in 150 Metern Höhe zieht die Menschen an. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter sorgen dafür, dass täglich alles reibungslos funktioniert.

Von 2013 und 2016 war der Turm aufgrund von Brandschutzsanierungen geschlossen. Der finanzielle Verlust damals ging in die Millionen. Der Bau des Wahrzeichens war eigentlich zunächst gar nicht geplant, weil ursprünglich nur ein herkömmlicher, mit Drahtseilen gesicherter, 200 Meter hoher Gittermast als Fernsehsender entstehen sollte. Leonhardts Idee, statt des hässlichen Gittermastes eine elegante Betonnadel mit wohlproportioniertem «Korb» für Restaurants mit Aussichtsplattform aus dem Wald wachsen zu lassen, und darauf die Antenne zu setzen, griff der damalige Süddeutsche Rundfunk, eine Vorgängeranstalt des heutigen Südwestrundfunks, dann auf.