Zugverbindung

FDP verlangt runden Tisch zur Planung von Gäubahn-Ausbau

Gäubahn
Ein Zug fährt in Stuttgart auf der Gäubahnstrecke. © picture alliance

Stuttgart (dpa/lsw) - Die FDP-Fraktion im Landtag fordert mehr Tempo bei den Planungen zum Ausbau der Gäubahn. Es müsse rasch ein runder Tisch mit allen Beteiligten eingerichtet werden, sagte der Abgeordnete Hans Dieter Scheerer am Mittwoch in Stuttgart. Die bisherigen Einzelinteressen seien zusammenzuführen. Bei der Zugverbindung zwischen Stuttgart und Zürich gebe es eine enorme Zahl an Interessengruppen - angefangen bei der Landesregierung, der Deutschen Bahn, Region und Stadt Stuttgart bis zu einzelnen Bürgerverbänden in den betroffenen Kommunen.

«Die Beteiligten verlieren sich in ihren eigenen ideologischen Vorstellungen und Forderungen», sagte Scheerer, der Sprecher für den Öffentlichen Personennahverkehr der FDP-Fraktion ist. Außerdem müssten die Planungen für den Pfaffensteigtunnel zwischen Stuttgart-Vaihingen und Flughafen rasch vorangetrieben werden. Sämtliche Möglichkeiten seien zu nutzen, um dadurch den Schienenverkehr zu beschleunigen.

Die Unterbrechung der Anbindung der Gäubahn an den neuen Tiefbahnhof in der Landeshauptstadt müsse so kurz wie möglich sein, betonte Scheerer. Der Tiefbahnhof soll im Dezember 2025 an den Start gehen. Die Arbeiten an der Gäubahn werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart 21 hatten sich die Projektpartner auf erste Schritte für den Bau des Pfaffensteigtunnels geeinigt. Der elf Kilometer lange Tunnel würde die Gäubahn vom Bodensee kommend unterirdisch unter den Fildern hindurchführen und am Airport in die noch fertig zu bauende Fernbahnstation münden. Von dort aus werden die Fahrgäste eines Tages weiter zum neuen Stuttgarter Tiefbahnhof Stuttgart 21 fahren. Bisher sollten die Züge aus Richtung Horb über die S-Bahn-Gleise zum Flughafen geführt werden, doch für S-Bahn-Züge sowie den Regional- und Fernverkehr wäre kaum Platz gewesen.