Baden-Württemberg

Fehlender Corona-Impfstoff: Kreisimpfzentren gehen erst am 22. Januar an den Start

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Die Rundsporthalle in Waiblingen. © Alexandra Palmizi

Weil zu wenig Impfstoff vorhanden ist, hat das Ministerium für Soziales und Integration den Start der Kreisimpfzentren um eine Woche auf den 22. Januar verschoben. Das geht aus einer Pressemitteilung am Donnerstag (07.01.) hervor.

Das Land habe bislang knapp 170.000 Impfdosen erhalten. Diese sind bereits alle verimpft beziehungsweise verplant, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Eine weitere Lieferung an Impfstoff werde für dieses Wochenende erwartet und den Zentralen Impfzentren mit ihren Mobilen Impfteams zugeteilt.

„Es ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, diesen Impfstoff eine Woche lang bis zum Start der Kreisimpfzentren zu bunkern, wir haben immer gesagt, jede Impfdosis, die hier ankommt, wird auch sofort verimpft“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha am Donnerstag in Stuttgart.

Die nächste Impfstoff-Lieferung vom Bund erwartet Baden-Württemberg erst am 18. Januar. Die Lieferung wird dann anteilig den Kreisimpfzentren zur Verfügung gestellt. Ab diesem Zeitpunkt können die Kreisimpfzentren Termine dann auch freischalten – alle bis zum heutigen Zeitpunkt vergebenen Termine behalten ihre Gültigkeit, sie betreffen ausschließlich die Zentralen Impfzentren (ZIZ).

In den vergangenen Tagen war breite Kritik an der Strategie der Bundesregierung und auch der Länder für das Beschaffen, Verteilen und Spritzen der Impfdosen laut geworden. Oppositionspolitiker und Landespolitiker hatten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeworfen, dass der Impfstart schlecht laufe und er dafür verantwortlich sei.