Baden-Württemberg

Fehlstart in Sandhausen: SV Darmstadt schlägt sich selbst

SV Sandhausen - Darmstadt 98
Sandhausens Daniel Keita Ruel jubelt über das Tor zum 3:1. Foto: Uwe Anspach/dpa/Aktuell © Uwe Anspach

Sandhausen (dpa/lsw) - Daniel Keita-Ruel hat mit einem Dreierpack für den SV Sandhausen dem neuen Trainer Markus Anfang den Zweitliga-Auftakt mit dem SV Darmstadt 98 verdorben. Der Neuzugang erzielte am Samstag alle drei Treffer (30. Minute, 38./Handelfmeter, 74.) des SVS beim 3:2 (2:1)-Erfolg über die hadernden Lilien. «Ich muss sagen, dass ich selten so einen Gast erlebt habe, der sich so viele klare Chancen erspielt hat», räumte Sandhausens Trainer Uwe Koschinat ein.

«Es war ein komisches Spiel. Wir waren die bessere Mannschaft und hatten die größeren Chancen. Aber wir haben uns selbst geschlagen», meinte Lilien-Routinier Tobias Kempe enttäuscht. «Es ist ein sehr bitteres Ergebnis für uns. Wir haben aber selbst entschieden, dass das Spiel so ausgeht», sagte Anfang.

Mathias Honsak (19.) hatte Darmstadt in Führung geschossen, Tim Skarke (90.+4) gelang kurz vor Schluss noch der Anschlusstreffer. Ansonsten gab es für die Südhessen und den ehemaligen Coach des 1. FC Köln in der Kurpfalz nichts zu feiern.

Obwohl Platz für 1200 Zuschauer gewesen wäre, kamen lediglich 754 Fans in das Stadion am Hardtwald. Ihnen bot sich eine über weite Strecken muntere Partie, in der Sandhausen zunächst aktiver wirkte, Darmstadt aber überraschend durch Honsak aus elf Metern in Führung ging. Doch dann schlug Keita-Ruel zu.

Erst beförderte der Angreifer eine Flanke des ehemaligen Bayern-Profis Diego Contento aus dem Sprung ins Tor, vor der Pause verwandelte der 30-Jährige einen Handelfmeter souverän. Rund eine Viertelstunde vor Schluss schob er frei vor Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen zum Endstand ins Tor.

«Das erste Gegentor fällt nach einer Standardsituation, das zweite durch einen Elfmeter und das dritte durch einen individuellen Fehler», bilanziere der 46 Jahre alte Anfang. «Ansonsten waren wir in allen Bereichen die bessere Mannschaft. Wir haben mehr Pässe gespielt, hatten mehr Ballbesitz und deutlich mehr Großchancen. Wir haben alles nach vorne geworfen. Bis auf die Chancenverwertung kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen.»