Baden-Württemberg

Feuerwehrmann soll Brände im Kreis Heilbronn gelegt haben

Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © David-Wolfgang Ebener

Gundelsheim (dpa/lsw) - Nach einer monatelangen Serie von Brandstiftungen in Gundelsheim (Kreis Heilbronn) und Umgebung hat die Polizei einen mutmaßlichen Täter festgenommen. Dabei handelt es sich um einen 31 Jahre alten Mann, der auch Angehöriger der Feuerwehr ist, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag angaben.

Den Behörden zufolge soll der Verdächtige selbst dabei geholfen haben, mutmaßlich von ihm gelegte Brände zu löschen. In ersten Vernehmungen habe er mehrere Taten eingeräumt, heißt es von den Behörden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat ein Richter am Dienstag einen Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung gegen den Mann erlassen, wie ein Polizeisprecher sagte. Er werde nun in einer Justizvollzugsanstalt eingesperrt.

Nach mehreren Bränden hatte die Polizei bereits Anfang Juni eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. In der Stadt im Kreis Heilbronn hatte es in den Jahren zuvor immer wieder gebrannt. Zwei Wohnwagen gingen in Flammen auf, ein Vereinsheim brannte nieder.

Bei einem Feuer Mitte Mai war zudem ein Mehrfamilienhaus zerstört worden, Ende April eine Scheune. Allein zwischen Anfang April und Mitte Juni hatte es in Gundelsheim und Umgebung elfmal gebrannt.

Am 20. Oktober waren 400 Strohballen in Gundelsheim abgebrannt. Der Schaden lag nach Auskunft der Polizei allein in diesem Fall bei etwa 18 000 Euro. Ob ein Zusammenhang zwischen den Bränden besteht und ob sie alle auf das Konto des verdächtigen Feuerwehrmanns gehen könnten, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Behörden war die Polizei dem 31 Jahre alten Mann auf die Spur gekommen, nachdem in der Nacht zum vergangenen Samstag im zu Gundelsheim gehörenden Ort Tiefenbach ein Auto ausgebrannt war. Bei den Ermittlungen sei der Mann in den Blick der Polizei geraten.