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Früherer Aesculap-Chef stirbt mit 78 Jahren

Früherer Aesculap-Chef Michael Ungethüm
Der frühere Aesculap-Chef Michael Ungethüm steht neben einem Äskulapstab. © Patrick Seeger

Tuttlingen (dpa/lsw) - Der einstige Chef des Medizintechnik-Unternehmens Aesculap, Michael Ungethüm, ist im Alter von 78 Jahren am 4. August gestorben. Das teilte ein Sprecher von Aesculap, der Chirurgie-Sparte von B. Braun in Melsungen, am Mittwoch mit. Ungethüm hinterlässt Frau, zwei Kinder und fünf Enkelkinder. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Ungethüm war 19 Jahre Vorstandsvorsitzender der Aesculap AG und von 2000 bis 2009 Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der heutigen B. Braun SE. «Aesculap ist das Lebenswerk von Professor Ungethüm. Wir sind tieftraurig über den Verlust, den sein Tod für B. Braun und die Belegschaft bedeutet», sagte Jens von Lackum, Vorstandsvorsitzender von Aesculap und für die Chirurgie-Sparte verantwortliches Mitglied im B. Braun-Vorstand laut einer Pressemitteilung.

Ungethüm wurde 1943 in München geboren. Er erwarb nach einer Lehre als Maschinenschlosser die Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg und studierte in seiner Heimatstadt Betriebswirtschaft und Maschinenbau. 1976 promovierte er an der Technischen Hochschule Aachen, 1977 folgte die Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahr 1977 trat Ungethüm der Aesculap AG bei, 1990 dann wurde er zum Vorsitzenden des Vorstands der Aesculap AG berufen. Seit 2000 war er stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der B. Braun Melsungen AG. Im Jahr 2009 ging er in den Ruhestand.