Baden-Württemberg

Freiburg kann auf Champions-League-Platz überwintern

SC Freiburg
Trainer Christian Streich von SC Freiburg ruft seinem Team etwas zu. Foto: Andreas Gora/dpa/Bildarchiv © Andreas Gora

Freiburg (dpa/lsw) - Die erfolgreichste Bundesligasaison der Freiburger Vereinsgeschichte liegt lange zurück. In der Spielzeit 1994/95 landete der Sportclub auf Platz drei, das war damals gleichbedeutend mit der Teilnahme am UEFA-Cup. Jetzt könnten die Breisgauer noch einen drauflegen - und zumindest die Winterpause auf einem Champions-League-Platz verbringen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg der aktuell fünftplatzierten Freiburger gegen den Tabellendritten Bayer Leverkusen an diesem Sonntag (15.30 Uhr) zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga.

«Wenn wir Fünfter bleiben würden, wäre es super. Wenn wir Vierter werden, wäre es wahnsinnig gut. Und wenn wir irgendwas anderes werden, weil wir das Spiel nicht gewonnen haben, geht die Welt nicht unter», kommentierte Trainer Christian Streich die Ausgangslage.

Die Rheinländer haben zurzeit zwei Punkte Vorsprung auf Freiburg. Heißt: Bei einem Sieg würden die Gastgeber auf jeden Fall an Bayer vorbeiziehen und damit auf einen Tabellenrang springen, der am Saisonende für die Teilnahme an der Fußball-Königsklasse berechtigt. Streich bemerkte am Freitag: «Wenn du das Spiel gewinnen kannst, würdest du sehr, sehr gut dastehen.» Diese Konstellation sei Motivation genug.

Zuletzt lief es allerdings sportlich nicht rund beim SC. Nur ein Sieg, dafür aber vier Niederlagen aus den letzten sechs Spielen - die jüngste Bilanz ist schlecht. Trotz der übersichtlichen Ausbeute legte Streich Wert auf die Tatsache, dass sein Team in der gesamten Hinrunde fast nie unterlegen gewesen sei und sich stets zahlreiche Chancen herausgespielt habe. Der 56-Jährige versicherte: «Uns fehlt es nicht an Selbstvertrauen.»

Gewinnt Freiburg, stünde der Club bei dann 29 Punkten und dürfte sich über die zweitbeste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte freuen. In der Saison 1994/95 hatte der Sportclub - gerechnet auf Basis der Drei-Punkte-Regel - mit 33 noch mehr Zähler eingeheimst. Damals überwinterten die Breisgauer auf Rang drei, den sie auch am Ende belegten. Dieser Tabellenplatz hatte allerdings damals noch keinen Champions-League-Status inne. Seinerzeit qualifizierte sich am Saisonende einzig der Meister für den damals noch wesentlich kompakter aufgestellten Königsklassen-Wettbewerb.

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