Baden-Württemberg

Frischer Anstrich für attraktivere Bahnhöfe

Andreas Scheuer
Andreas Scheuer (CSU), Bundesverkehrsminister, spricht. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © Fabian Sommer

Stuttgart/Berlin (dpa) - Mit einer Finanzspritze des Bundes sollen zahlreiche Bahnhofe auch in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren attraktiver gemacht werden. Moderne, saubere und barrierefreie Bahnhöfe laden nach den Worten von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dazu ein, auf die Bahn umzusteigen. Es solle sicht- und erlebbare Verbesserungen für die Reisenden geben, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Es gebe Handlungsbedarf, dies stehe außer Frage.

Konkret geht es um ein «BahnhofskonzeptPlus». So ist an bundesweit 111 kleineren sowie an rund 50 mittelgroßen Bahnhöfen ein barrierefreier Umbau geplant, indem etwa Rampen oder Aufzüge finanziert werden oder bessere Informationen für die Reisenden zur Verfügung stehen. Bei den mittelgroßen Bahnhöfen geben die Länder Mittel dazu. Zudem geht es laut Ministerium um die Modernisierung von 40 kleinen und mittleren Empfangsgebäuden in Bahnhöfen, um den Aufenthalt für die Kunden angenehmer zu machen. 2020 war zudem bereits ein Bahnhofsprogramm gestartet worden, das weiterläuft. Dabei geht es um kleinere Maßnahmen wie neue Bänke oder Böden.

Nach Angaben Scheuers geht es um Gesamtinvestitionen von mehr als fünf Milliarden Euro in über 3000 Bahnhöfe. Die Planung gehe damit über das im Koalitionsvertrag vereinbarte «1000-Bahnhöfe-Programm» hinaus.

Aus Baden-Württemberg gehören Aulendorf, die Hauptbahnhöfe in Heilbronn, Reutlingen, Tübingen, Heidelberg und Ulm sowie der Bahnhof Stuttgart-Feuerbach zum neuen Programm. Ebenfalls investiert wird in Hausach und Neckarsulm sowie in die kleineren Bahnhöfe Brucken, Dettingen (Teck), Kirchheim (Teck) Süd, Oberlenningen, Owen (Teck), Reutlingen-Betzingen, Uhldingen-Mühlhofen und Unterlenningen.

Bundesweit hat die Deutsche Bahn nach Angaben des Unternehmens rund 5700 Bahnhöfe, davon betreibt sie etwa 700 Bahnhofsgebäude. Bund und Bahnindustrie wollen in den kommenden zehn Jahren die Zahl der Fahrgäste auf der Schiene verdoppeln.

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