Baden-Württemberg

Geheimnis ums Freiburger Tor und Verstärkung aus Frankreich

Christian Streich
Der Freiburger Trainer Christian Streich. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild © Philipp von Ditfurth

Freiburg (dpa/lsw) - Intern scheint die Frage bereits beantwortet zu sein, wer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im ersten Liga-Spiel beim VfB Stuttgart für den verletzten Mark Flekken das Tor hüten wird. Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg machte zwei Tage vor der Partie trotzdem ein Geheimnis daraus. «Das werdet ihr am Samstag sehen», ließ er die drängendste Personalfrage unbeantwortet, «die Entscheidung soll nicht für ein Spiel getroffen werden, ein Torwart braucht Vertrauen und muss auch Fehler machen dürfen.»

Bei einer anderen Personalie herrscht hingegen Klarheit. Kurze Zeit nach der Pressekonferenz mit Streich verkündete der Sport-Club die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Baptiste Santamaria. Der 25-Jährige kommt vom französischen Erstligisten SCO Angers. Laut «Kicker» soll der Franzose die Freiburger rund zehn Millionen Euro kosten und wäre damit der teuerste Einkauf ihrer Vereinsgeschichte. Dass der neue Mann schon in Stuttgart dabei ist, bezeichnete Streich zuvor allerdings als «eher unwahrscheinlich».

Im Tor deutet derweil vieles darauf hin, dass Neuzugang Florian Müller den Zuschlag erhält, der am Dienstag kurzfristig vom FSV Mainz ausgeliehen wurde und am Mittwoch zum ersten Mal mit seinen neuen Kollegen trainiert hat. Der 22-Jährige war bei Mainz nicht die Nummer eins und suchte deshalb eine neue Herausforderung. Streich bedankte sich ausdrücklich bei den Mainzer Verantwortlichen, dass sie so «kooperativ und zuvorkommend» waren, «das ist keine Selbstverständlichkeit».

Am Sonntag im Pokalspiel bei Drittligist Waldhof Mannheim (2:1) war Benjamin Uphoff kurzfristig für Flekken eingesprungen, der nach seiner Ellenbogenverletzung bereits operiert wurde und nach Einschätzung von Streich mindestens ein halbes Jahr fehlen wird. Der 27 Jahre alte Uphoff kam im Sommer von Zweitligist Karlsruher SC und hatte selbst gesagt, er wolle sich erst mal an das höhere Tempo gewöhnen. Müller hat dagegen schon Erstliga-Erfahrung aus 42 Spielen.

«Bei den Torhütern will ich nichts sagen, bei den Feldspielern weiß ich es noch nicht», sagte Streich zur Startelf für das Stuttgart-Spiel. Noch ist auch nicht klar, ob Mittelfeldmann Yannik Keitel wieder mitwirken kann, der in Mannheim mit muskulären Problemen ausgewechselt wurde. Und in der Offensive gibt es großen Konkurrenzkampf. «Wir sind immer noch in der Findungsphase, wie wir aufstellen, von der Grundtaktik und vom Personal», sagte Streich.

Nicht nur wegen der 8000 Zuschauer, die am Samstag in Stuttgart voraussichtlich wieder dabei sein werden, erwartet der SC-Coach ein «sehr umkämpftes und leidenschaftliches Spiel» und hofft, «dass wir endlich mal die Serie brechen». Seit er Trainer der Freiburger Profis ist, hat Streich noch nicht beim VfB gewonnen. Die Teil-Rückkehr der Fans in die Stadien hält er für «sinnvoll und vertretbar. Wir müssen hoffen, dass die Leute vernünftig sind».