Energie

Generalsekretärin Huber: Habecks AKW-Pläne sind «Kokolores»

Isabell Huber
Isabell Huber, Generalsekretärin der baden-württembergischen CDU, spricht. © Uwe Anspach

Heidelberg (dpa/lsw) - Die baden-württembergische CDU-Generalsekretärin Isabell Huber hat sich für eine weitere Nutzung von Kernkraft ausgesprochen, um die Energieversorgung im Herbst und Winter zu sichern. «Wir müssen alles tun, was geht - jede Kilowattstunde zählt», sagte Huber der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Freitag). Was Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorgestellt habe, sei ein fauler Kompromiss.

Habeck hatte am Dienstag vorgeschlagen, im Fall von Stromengpässen zwei der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke notfalls noch bis Mitte April zu nutzen: Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim in Baden-Württemberg. Nach dem unter der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen Atomausstieg sollten eigentlich alle deutschen Atomkraftwerke zum Jahresende endgültig vom Netz gehen.

Huber sagte der Zeitung, der Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers bedeute nur Kosten, ohne dass das Land davon einen Nutzen habe. «Das ist Kokolores, was da geplant ist.» Grundsätzlich seien bei der Bundesregierung «Zerstrittenheit und faule Kompromisse an der Tagesordnung». Deswegen werde der an diesem Freitag beginnende CDU-Bundesparteitag einen Initiativantrag zum Thema sichere Energieversorgung mit konkreten Maßnahmen beschließen.