Baden-Württemberg

Geschäft von Hotels und Gaststätten im Südwesten bricht ein

Blick auf ein leeres Straßencafe
Blick auf ein leeres Straßencafe. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Geschäft des Gastgewerbes in Baden-Württemberg ist zwischen März und August einer Umfrage zufolge um mehr als die Hälfte eingebrochen. Im Schnitt seien die Umsätze von Hotels und Gaststätten im Südwesten in diesem Zeitraum um rund 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, teilte der Branchenverband Dehoga Baden-Württemberg am Dienstag auf Anfrage mit. Rund 55 Prozent der Betriebe sehen demnach ihre Existenz durch die Corona-Krise aktuell gefährdet.

Grundlage für die Berechnung sei eine Umfrage unter den Mitgliedern, hieß es. Rund 1000 der 12 000 Dehoga-Mitglieder im Südwesten hätten sich daran zwischen dem 1. und 6. September beteiligt. Die Hotels und Gaststätten erwarten der Umfrage zufolge für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von 46 Prozent.

Bundesweit fuhr das Gastgewerbe nach neuen Zahlen des Dehoga-Bundesverbands allein zwischen März und Juni einen Umsatzverlust in Höhe von 17,6 Milliarden Euro ein. Fast 11 Milliarden Euro davon entfielen allein auf die Monate April und Mai. «Nach zehn Wachstumsjahren verzeichnet die Branche seit Anfang März Umsatzverluste historischen Ausmaßes», teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick mit. «Unsere Betriebe waren die ersten, die unter den Folgen der Coronavirus-Ausbreitung gelitten haben und werden in all ihren Betriebsformen die letzten sein, die wieder öffnen dürfen.»