Baden-Württemberg

Gesundheitsminister rät zu Grippeimpfung

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne)
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild © Christoph Schmidt

Stuttgart (dpa/lsw) - Gerade in Corona-Zeiten ist aus Sicht von
Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) die Grippeimpfung besonders zu empfehlen. «Während der COVID-19-Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen wichtig, um schwere Verläufe oder gar Ko-Infektionen mit SARS-CoV-2 zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern bei Intensivbetten oder Beatmungsplätzen zu vermeiden», erklärte Lucha am Donnerstag. Neben der Corona-Erkrankung stelle die Influenza unverändert eine ernsthafte Atemwegserkrankung dar. Anders als bei der Infektion mit Corona lassen sich Infektionen mit Influenzaviren jedoch durch eine Impfung vermeiden, wie Lucha betonte.

Ratsam sei die Vorbeugung vor allem bei Menschen über 60 Jahre und bei chronisch Erkrankten. Lucha plädierte auch für verstärkte Influenza-Impfungen bei medizinischem Personal und Pflegekräften. Dies erhöhe den Schutz von Patienten und Bewohnern von Altenpflegeheimen.

Um das Risiko einer Ansteckung mit der Grippe zu schmälern, sollte man laut Landgesundheitsamt die Corona-Regeln beachten. Dazu gehören regelmäßiges und gründliches Händewaschen sowie das Niesen und Husten in die Ellenbeuge. Außerdem sollte man die Hände aus dem Gesicht fernhalten, weil sonst Keime der Schleimhäute verschleppt werden können.

Beginn der Grippe-Saison ist Anfang Oktober. Üblicherweise hat sie ihren Höhepunkt im Februar/März. Nach der Impfung dauert es zwischen 10 und 14 Tage bis zu einem vollständigen Impfschutz. Die Kosten für die Impfung übernehmen in Baden-Württemberg für alle Altersgruppen die gesetzlichen Krankenkassen.