Baden-Württemberg

GEW-Landeschefin befürchtet geschlossene Schulen und Kitas

Ein leeres Klassenzimmer an einer Grundschule
Ein leeres Klassenzimmer an einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © Sebastian Gollnow

Heilbronn/Konstanz (dpa/lsw) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnet zum neuen Schuljahr erneut mit geschlossenen Schulen und Kitas im Land. Natürlich hofften alle auf ein möglichst normales Schuljahr, sagte GEW-Landeschefin Monika Stein der «Heilbronner Stimme» und dem «Südkurier» (Donnerstag). Sie gehe aber leider davon aus, dass Schulen und Kitas im Herbst oder Winter wieder geschlossen werden müssten und für die Schüler wieder Fernunterricht komme.

«Dies liegt daran, weil der Schutz, der nötig wäre, in den Schulen und Kitas nicht vorhanden ist. Hier nimmt die Politik das nötige Geld momentan nicht in die Hand, was sich rächen wird», sagte Stein den Zeitungen. Sie rechnet demnach schon bald mit hohen Infektionszahlen an Schulen und Kitas. Die Landesregierung lasse die Kinder völlig im Stich. Es werde noch immer das Märchen verbreitet, Corona sei generell für Kinder ungefährlich. «Man lässt die Kinder hier in die Infektion reinlaufen», sagte die GEW-Landeschefin.

Die Landesregierung hatte kürzlich neue Corona-Regeln für Schulen und Kitas beschlossen. Diese sehen etwa vor, dass Schüler im Falle der Infektion eines Mitschülers nicht mehr in Quarantäne müssen, sondern alle Schüler einer Klasse fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich getestet werden sollen. Zudem ist nach einem Infektionsfall in einer Klasse kein Unterricht mehr zusammen mit anderen Klassen erlaubt. Ausgenommen sind dabei etwa Grundschüler. Das neue Schuljahr beginnt am 13. September.

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