Baden-Württemberg

GEW zu Eisenmann: Bildungspolitik kaum vorangekommen

Monike Stein, GEW-Landesvorsitzende Baden-Württemberg
Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) anlässlich ihres angekündigten Rückzugs aus der Politik ein schlechtes Zeugnis für ihre Amtszeit ausgestellt. «Die Bildungspolitik in Baden-Württemberg ist in den vergangenen fünf Jahren kaum vorangekommen», sagte GEW-Landeschefin Monika Stein am Mittwoch. Sie fügte aber hinzu: «Die Verantwortung dafür tragen Grüne und CDU gemeinsam.»

Zum Rückzug der gescheiterten CDU-Spitzenkandidatin sagte Stein: «Ich habe Respekt für ihren klaren Schritt, das zeichnet sie auch als gute Politikerin aus, die sich der Verantwortung stellt.» Die 56-jährige Eisenmann hatte am Dienstag erklärt, sich nach dem Ende der Legislaturperiode Ende April zurückzuziehen.

Mit Blick auf die Sondierungsgespräche für eine neue Regierung erklärte die GEW-Vorsitzende: «Die neue Landesregierung darf nicht zulassen, dass eine Corona-Generation entsteht.» Das sei nur möglich, «wenn die Schuldenbremse weiter aufgehoben und in zusätzliche Stellen für Lehrkräfte, mehr Personal für pädagogische Profis in allen Bildungseinrichtungen, neue Studienplätze und eine Entlastung der Leitungs-Teams in Kitas und Schulen investiert wird». Das sei zugleich eine lohnende Investition für ganz Baden-Württemberg.

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