Baden-Württemberg

Grüner will weiterführende Schulen als nächstes öffnen

Eine Maske liegt im Unterricht auf Unterlagen
Eine Maske liegt im Unterricht auf Unterlagen. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild © Matthias Balk

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach der geplanten Öffnung von Kitas und Grundschulen am 22. Februar sind aus Sicht des Grünen-Fraktionschefs Andreas Schwarz demnächst die weiterführenden Schulen an der Reihe. «Die weiterführenden Schulen stehen für mich noch vor den weiteren Öffnungen», sagte Schwarz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Damit hätten die Schulen ab Klasse 5 bei den Lockerungen des Corona-Lockdowns Vorrang etwa vor dem Einzelhandel. Auf einen konkreten Termin und einen Richtwert für die Öffnung wollte sich der Grünen-Politiker allerdings nicht festlegen. «Vielmehr würde ich die nächsten Wochen beobachten und die Entwicklung des Infektionsgeschehens anschauen.»

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass die Länder selbstständig über Öffnung von Kitas und Schulen entscheiden können. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte danach erklärt, Kitas und Grundschulen könnten nach der Faschingswoche am 22. Februar wieder öffnen, wenn die Infektionszahlen das erlauben. Daneben dürfen ab 1. März bundesweit die Friseure wieder öffnen. Ansonsten einigte man sich darauf, dass die Länder schrittweise lockern können, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis zum 7. März stabil unter 35 gesunken ist. Dann sollten Einzelhandel, Museen und Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder öffnen.

Der Grünen-Fraktionschef regte an, die Öffnung der Grundschulen gut auszuwerten. «Hat es sich bewährt oder nicht? Danach können wir den konkreten Zeitpunkt für die weiterführenden Schulen entscheiden.» Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte bereits erklärt, dass auch die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 demnächst wieder schrittweise in den Präsenzunterricht zurückkehren sollen. Ihr Sprecher sagte: «Perspektivisch in einem nächsten Schritt ist dann auch an den weiterführenden Schulen Präsenzunterricht im Wechselmodell anzustreben - sofern es das Infektionsgeschehen zulässt.»

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