Baden-Württemberg

Handelsverband erneuert Forderung nach Öffnungsperspektive

Sabine Hagmann
Sabine Hagmann, die Geschäftsführerin des Handeslverbandes Baden-Württemberg. Foto: Nikolai Huland/dpa/Archivbild © Nikolai Huland

Stuttgart (dpa/lsw) - Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Pandemie haben Einzelhändler in Baden-Württemberg erneut vehement eine Öffnungsperspektive für ihre Branche gefordert. «Die Lage ist dramatisch und wird täglich dramatischer», klagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes, Sabine Hagmann, am Mittwoch. Verbandspräsident Hermann Hutter sagte, die Händler müssten jetzt wissen, ob sie Ware einkaufen könnten und für welche Saison sie Ware einkaufen könnten. «Es ist für uns eine untragbare Situation», kritisierte er. Zwar habe man inzwischen Entschädigungen bekommen - aber zu wenig und zu spät. «Was wir brauchen, ist eine klare Perspektive», sagte Hutter.

Der Handel und die Innenstädte leiden aktuell unter dem wochenlangen Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte. Der Lockdown war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen am 3. März beraten, wie es weitergeht.

Man habe den Eindruck, für eine «Wir bleiben zu Hause!»-Symbolik herhalten zu müssen, kritisierte Modehändler Friedrich Kolesch aus Biberach an der Riß. Die Umsatzeinbußen durch die Schließung auf anderen Wegen ausgleichen zu können, sei illusorisch. Mit Abholangeboten oder Online-Verkauf mache er etwa 15 Prozent seines üblichen Umsatzes - «aber mit extrem hohem Aufwand».

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