Baden-Württemberg

Handelsverband warnt Politik vor neuen Corona-Beschränkungen

Eine Ampel regelt den Zutritt in ein Kaufhaus
Eine Ampel regelt den Zutritt in ein Kaufhaus. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Der baden-württembergische Handel warnt die politischen Entscheidungsträger ungeachtet stark steigender Corona-Infektionszahlen vor zu einschneidenden Beschränkungen für die Zehntausenden Geschäfte im Land. «Jegliche Einschränkungen, auch Flächenbegrenzungen in diesem für die Händler extrem wichtigen Vorweihnachtsgeschäft, wird für Tausende Betriebe - auch für gesunde mittelständische das Aus bedeuten», sagte der Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg, Hermann Hutter, am Mittwoch.

Das anstehende Weihnachtsgeschäft sei für die meisten Händler traditionell die umsatzstärkste Zeit im ganzen Jahr. «Insofern würde ein erneuter Lockdown - egal ob «light» oder verschärft - die Händler ins Mark treffen.» Nach Verbandsangaben arbeiten knapp 500 000 Menschen in etwa 40 000 Einzelhandelsgeschäften in Baden-Württemberg.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte an diesem Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Schritte angesichts der bundesweit anschwellenden Corona-Infektionswelle entscheiden.

Geht es nach dem Bund, sollen vom 4. November an für zunächst vier Wochen drastische Kontaktbeschränkungen greifen. Einzelhandelsgeschäfte sollen demnach unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zwar insgesamt geöffnet bleiben, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes hervorgeht. Es müsse aber sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter aufhalte.