Baden-Württemberg

Heidelberg laut Organisation Sachen Umweltschutz vorbildlich

Heidelberger Bahnstadt
Wohngebäude sind im Stadtteil Bahnstadt zu sehen. Die auf einem früheren Bahngelände errichtete Bahnstadt gilt als klimafreundliches Vorzeigeprojekt der Stadt Heidelberg, die vom 22. bis 23. Mai 2019 Austragungsort der «International Conference on Climate Action» 2019 war. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archiv © Uwe Anspach

Heidelberg (dpa/lsw) - Die Stadt Heidelberg gehört mit Berlin nach dem Ranking der Nichtregierungsorganisation CDP zu den umweltfreundlichsten Städten der Welt. Sie sind die einzigen deutschen von 88 Kommunen auf der A-Liste der CDP, einer EU-finanzierten Organisation für die globale Umweltberichterstattung. Nach Mitteilung der CDP (Carbon Disclosure Projekt) vom Montag erhalten die beiden deutschen zusammen mit 33 anderen europäischen Städten die höchste Punktzahl für ihre Bemühungen, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich für die Folgen des Klimawandels zu wappnen.

Heidelberg hat den Pro-Kopf-Verbrauch von CO2 seit 1987 bereits um etwa 30 Prozent verringert. Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) betonte: «Es ist wichtig, dass wir jetzt alles dafür tun, dass wir in Zeiten von COVID 19 den Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren.»

Um die Note A zu erhalten, muss eine Stadt unter anderem ein Emissionsreduktionsziel festgelegt, einen Klimaaktionsplan veröffentlicht und einen Klimaanpassungsplan ausgearbeitet haben. Berlin und Heidelberg gehören zum zweiten Mal in Folge zu den Besten.

Klimaschutz hat in der Universitätsstadt Tradition: Bereits 1992 verabschiedete Heidelberg als erste deutsche Großstadt ein kommunales Klimaschutzkonzept. Zurzeit entsteht dort die weltweit größte Passivhaussiedlung im neuen Stadtteil Bahnstadt. Im Jahr 2015 wurde die Stadt am Neckar mit dem Global Green City Award der Vereinten Nationen ausgezeichnet. Im Jahr 2019 fand die internationale Klimaschutzkonferenz ICCA in Heidelberg statt.