Klimaschutz

Heidelberg und Mannheim: Gemeinsam klimaneutral werden

Wärmespeicher
Der Energie- und Zukunftsspeicher der Stadtwerke Heidelberg steht hinter einer Wiese. © Uwe Anspach

Heidelberg/Mannheim (dpa/lsw) - Mannheim und Heidelberg wollen im Zuge einer EU-Förderung beim Klimaschutz künftig noch stärker zusammenarbeiten. «Die Europäische Union hat mit Mannheim und Heidelberg zwei Nachbarstädte zu Modellstädten für Klimaneutralität ausgewählt - das ist ein starkes Signal für unsere Region», sagte Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) am Mittwoch. Klimaschutz sei eine Gemeinschaftsaufgabe.

Umweltfreundliche Wärme- und Stromversorgung sowie nachhaltige Mobilität gehören aus Sicht der Nachbarstädte zu den wichtigsten Hebeln auf dem Weg zur Klimaneutralität. Diese herrscht, wenn keine klimaschädlichen Gase mehr ausgestoßen werden, die nicht gebunden werden können.

Die Kampagne der Europäischen Kommission trägt auch der Tatsache Rechnung, dass Städte ungefähr 3 Prozent Landfläche der Erde einnehmen, aber mehr als 70 Prozent der Treibhausgasemissionen produzieren. Im Juni sollen die Kommunen «Klimastadt-Verträge» mit konkreten Aktionsplänen abschließen.

Das EU-Projekt soll mit 360 Millionen Euro bis 2023 finanziert werden. Die Städte sollen etwa in saubere Transportmöglichkeiten, Energieeffizienz und Grünflächen investieren und können dafür Forschungsmittel und Beratung erhalten.

Bei den Themen Fernwärmeversorgung, dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Einrichtung von Radschnellwegen arbeiten die beiden Nachbarstädte bereits eng zusammen. Auch die Themen Geothermie und Bau von Flusswärmepumpen entlang des Neckars und am Rhein sind aus ihrer Sicht gemeinsame Zukunftsthemen. Heidelberg hat mit dem Energiespeicher, einer überdimensionalen Thermoskanne für die Wärmespeicherung auf Vorrat, und mit der weltgrößten Passivhaussiedlung Neuland betreten.