Baden-Württemberg

HeidelbergCement nach gutem Start optimistisch für 2021

HeidelbergCement
Ein Bagger. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © Uwe Anspach

Heidelberg (dpa) - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement setzt auf Rückenwind durch staatliche Infrastrukturprogramme und den privaten Wohnungsbau. Zuversichtlich macht HeidelbergCement-Chef Dominik von Achten vor allem das billionenschwere Konjunkturprogramm der USA. «Für das erste Quartal bin ich trotz der Delle im Februar wegen des Wintereinbruchs in den USA und Europa optimistisch», sagte der Konzernlenker am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Für 2021 erwartet der Dax-Konzern einen leichten Anstieg des Umsatzes und bereinigten Betriebsergebnisses. HeidelbergCement rechnet mit weiter steigenden Kosten für Rohstoffe sowie Energiekosten.

2020 schrumpften die Erlöse des Konzerns mit 54 000 Beschäftigten auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Hohe Abschreibungen hatten dem Unternehmen einen Milliardenverlust eingebrockt. Der auf die Aktionäre anfallende Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 2,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Gewinn zum Vorjahr allerdings um acht Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. An seine Aktionäre will HeidelbergCement deutlich mehr ausschütten. Die Dividende soll auf 2,20 Euro je Aktie steigen. Damit würden fünf Prozent mehr gezahlt als noch für 2018. Für 2019 hatte HeidelbergCement dann aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der Corona-Pandemie die Dividende auf 0,60 Euro je Anteilsschein gesenkt.

Vor allem mit dem Jahresauftakt in den USA zeigte sich von Achten zufrieden. Momentan gebe es keinen Hinweis, dass es dort nicht so weitergehen werde, sagte der Manager, der vor gut einem Jahr das Ruder beim Baustoffkonzern von seinem Vorgänger Bernd Scheifele übernommen hat. Die USA seien eine sehr stark konsumentengetriebene Ökonomie. «Da ist Stimmung alles», sagte er. «Wir sind insgesamt sehr optimistisch für den US-Markt, was 2021 angeht und die Folgejahre.»

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat wegen der Corona-Krise ein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. Biden will vor allem die Infrastruktur ausbauen und modernisieren. «Das hilft uns in allen drei Kernbereichen Zement, Zuschlagsstoffe und Transportbeton», sagte von Achten. Auch indirekt werde das Unternehmen von den Kaufanreizen in den USA profitieren. Jeder Amerikaner, außer den Besserverdienenden, soll einen Scheck in Höhe von 1400 Dollar zur freien Verwendung erhalten. Das dürfte sich positiv auf den Wohnungsbau auswirken, sagte der Manager.

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