Baden-Württemberg

Heidelbergcement startet überraschend robust ins neue Jahr

Baustoffkonzern Heidelbergcement
Ein Radlader transportiert Kalkstein im Steinbruch des Baustoffkonzerns Heidelbergcement. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © Uwe Anspach

Heidelberg (dpa) - Der Baustoffkonzern Heidelbergcement hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz sei von 3,93 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 3,96 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstagabend mit. Analysten seien hingegen von einem Rückgang auf 3,87 Milliarden Euro ausgegangen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen (RCOBD) stieg den Angaben zufolge von 405 Millionen auf 538 Millionen Euro. Hier hätten Experten mit 436 Millionen Euro ebenfalls weniger erwartet. An der Börse kam das gut an. Der Kurs legte am Freitagvormittag zu. Damit setzt sich die Aufwärtsbewegung seit Ende Januar fort.

Heidelbergcement ist nach eigenen Angaben einer der weltweit größten Hersteller von Baustoffen. Der Baustoffkonzern setzt auf Rückenwind durch staatliche Infrastrukturprogramme und den privaten Wohnungsbau. Das betrifft auch das billionenschwere Konjunkturprogramm der USA. Für 2021 erwartete der Dax-Konzern Mitte März einen leichten Anstieg des Umsatzes und bereinigten Betriebsergebnisse, rechnete aber mit steigenden Kosten für Rohstoffe sowie Energiekosten.

2020 schrumpften die Erlöse des Konzerns mit 54 000 Beschäftigten auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Hohe Abschreibungen hatten zu einem Milliardenverlust geführt. Der auf die Aktionäre anfallende Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 2,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Gewinn zum Vorjahr um acht Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-225875/4