Baden-Württemberg

Heidelberger Druckmaschinen: Gute Geschäfte mit E-Mobilität

Heidelberger Druckmaschinen -Wallbox-Produktion
Ein Mitarbeiter montiert im Stammwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG ein Ladegerät. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © Uwe Anspach

Wiesloch (dpa/lsw) - Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) profitiert vom Trend zu E-Mobilität. Die Nachfrage nach sogenannten Wallboxen - Ladesysteme für E- und Hybridautos - steige steil an, teilte das Unternehmen am Dienstag in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) mit. Sie sorgen bei Heidelberg für Umsatzsprünge - von 2019/20 noch zehn Millionen Euro auf über 20 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020/21. Seit 2018 hat Heidelberg 45 000 Wallboxen verkauft. Das Geschäft soll ausgebaut und in eine eigene Tochtergesellschaft überführt werden.

Die Produkte werden derzeit im Drei-Schicht-Betrieb von rund 100 Mitarbeitern gefertigt. Bis Jahresende sollen die Produktionslinien auf vier verdoppelt werden. In diesem Bereich soll mehr Personal eingesetzt werden, nachdem die Gesamtzahl der Mitarbeiter um 1600 auf derzeit 10 000 verringert wurde.

Der gesamte Umsatz übertraf 2020/21 wegen eines starken vierten Quartals mit 1,913 Milliarden die Prognose von maximal 1,9 Milliarden, wie Heidelberg Ende April mitteilte. Das operative Ergebnis lag bei 146 (Vorjahr: 102) Millionen Euro. Unterm Strich schrieb das Unternehmen rote Zahlen, allerdings weniger als 2019/20. Details will Heidelberg am 9. Juni veröffentlichen. Mit einem Auftragspolster von 636 Millionen Euro sieht sich das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr gut gerüstet.

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