Baden-Württemberg

Herbstzeit ist Pilzzeit: Behörden warnen vor zu großer Ernte

Ein Korb mit Waldpilzen steht auf einem Baumstamm
Ein Korb mit Waldpilzen steht auf einem Baumstamm. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © Bodo Schackow

Dettenhausen (dpa/lsw) - In den baden-württembergischen Waldgebieten sind wieder die Pilzesammler unterwegs. «Die Pilzsaison geht jetzt langsam los, weil es feuchter ist», sagte Götz von Bülow, Leiter des Forstbezirks Schönbuch in Dettenhausen (Kreis Tübingen). Bei einer solchen Witterung entfalteten die Pilze ihr Leben. Gesammelt werden sollten nur solche, die man auch bestimmen könne. «Es bringt nichts, alles einsammeln und sie dann von anderen begutachten zu lassen.» Die Hauptsaison gehe bis Mitte Oktober.

Im Wald dürfe jeder Pilze sammeln. «Sie leben in der Symbiose mit den Bäumen.» Tabu seien aber Naturschutzgebiete, Bannwälder oder umzäunte Schonungen, in denen junge Bäume angepflanzt seien. «Pfifferlinge sollten in Baden-Württemberg möglichst nicht gesammelt werden», sagte der Pilzexperte des Naturschutzbunds (Nabu), Karl-Heinz Johe. Die seien hierzulande stark rückläufig. Manche Pilze sind gleichfalls besonders geschützt und dürfen nicht in den Korb gepackt werden, beispielsweise Trüffel. Sie stehen unter Naturschutz, wie von Bülow weiter berichtete.

Die Behörden warnen vor zu großer Sammelleidenschaft. Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes gelten für Pilzsammler Obergrenzen, sagte eine Sprecherin des Hauptzollamtes Lörrach. Gesammelt werden dürfe nur in geringen Mengen: Maximal ein Kilogramm pro Tag und Person seien in der Regel erlaubt. Das Abschneiden und Mitnehmen von Pilzen zu gewerblichen Zwecken sei verboten. Bei Verstößen drohten Bußgelder von mehreren Hundert Euro. Zudem würden die zu viel gesammelten Pilze beschlagnahmt.